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Gaming-Fernseher: Darauf kommt es bei PS5, Xbox und PC an

Moderne Konsolen geben 4K mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde aus, Gaming-PCs noch mehr. Damit du davon etwas hast, muss der Fernseher mitspielen. Hier erfährst du, welche Funktionen ein guter Gaming-Fernseher braucht und welche Modelle 2026 gut dafür geeignet sind.

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Die wichtigsten Gaming-Funktionen auf einen Blick

  • HDMI 2.1 mit voller Bandbreite für 4K und 120 Hz von PlayStation 5 und Xbox Series X.
  • 120 Hz oder mehr echte Bildwiederholrate des Panels, für PCs gern 144 oder 165 Hz.
  • VRR (variable Bildwiederholrate) gegen Ruckler und Bildrisse, bei PCs als FreeSync oder G-Sync.
  • ALLM, damit der Fernseher beim Start eines Spiels automatisch in den Spielmodus wechselt.
  • Niedriger Input Lag im Spielmodus, ideal unter 15 Millisekunden bei 60 Hz.
  • Gutes HDR mit ausreichend Helligkeit, idealerweise mit HGiG oder HDR10+ Gaming.

HDMI 2.1: die Grundlage

HDMI 2.1 überträgt bis zu 48 Gigabit pro Sekunde und ermöglicht damit 4K-Auflösung mit 120 Bildern pro Sekunde. Nur über einen solchen Anschluss nutzt du PlayStation 5 und Xbox Series X voll aus. Achte im Datenblatt darauf, wie viele Anschlüsse HDMI 2.1 mit 4K und 120 Hz unterstützen. Bei LG und Samsung sind es bei vielen Modellen alle vier, bei anderen Herstellern oft nur zwei. Und oft ist einer davon gleichzeitig der eARC-Anschluss für die Soundbar.

Mit dem Kabel solltest du nicht sparen: Für 4K mit 120 Hz brauchst du ein zertifiziertes Ultra High Speed HDMI Kabel. Der Nachfolger HDMI 2.2 mit doppelter Bandbreite ist angekündigt, für aktuelle Konsolen aber nicht nötig.

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Typische Anschlüsse an der Rückseite eines Smart TV: HDMI 2.1, HDMI eARC, USB, LAN, Antenne, Satellit und optischer Audioausgang Rückseite eines Smart TV HDMI 2.1 4K mit 120 Hz HDMI 2.1 Konsole oder PC HDMI eARC Soundbar USB Medien, Strom LAN Netzwerkkabel Antenne DVB-T2, Kabel Satellit DVB-S2 Optisch ältere Anlagen Bezeichnungen und Anzahl unterscheiden sich je nach Modell. Maßgeblich ist das Datenblatt des Herstellers.
An der Rückseite: Für Konsolen sind die HDMI-2.1-Eingänge wichtig, die Soundbar gehört an den eARC-Anschluss.

120 Hz, 144 Hz, 165 Hz: Wie viel braucht man?

Die PlayStation 5 und die Xbox Series X geben maximal 120 Bilder pro Sekunde aus. Ein Fernseher mit 120 Hz reicht für Konsolen also völlig. Am Gaming-PC sind mehr Bilder möglich. Fernseher wie der Samsung S90H oder der Philips OLED811 unterstützen bis zu 165 Hz, einige Mini-LED-Modelle wie der TCL P8L bis 144 Hz. Das macht schnelle Shooter am PC noch flüssiger.

Wichtig ist die native Frequenz des Panels. Werte wie Motion Rate oder Bewegungsindex beschreiben die Zwischenbildberechnung, die im Spielmodus ohnehin abgeschaltet wird, weil sie Verzögerung erzeugt.

VRR: keine Ruckler, keine Bildrisse

Spiele liefern nicht immer gleich viele Bilder pro Sekunde. Fällt die Bildrate in aufwendigen Szenen kurz ab, passt ein Fernseher mit VRR seine Bildwiederholrate an. So entstehen weder Bildrisse, im Englischen Tearing genannt, noch Ruckler. Für Konsolen ist HDMI VRR wichtig, für PCs AMD FreeSync und Nvidia G-Sync. Viele aktuelle Fernseher unterstützen alle drei.

Input Lag: die Verzögerung zwischen Knopfdruck und Bild

Der Input Lag beschreibt, wie lange es dauert, bis ein Tastendruck auf dem Bildschirm sichtbar wird. Im normalen Bildmodus rechnen Fernseher aufwendig am Bild herum, das kann 50 bis 100 Millisekunden kosten. Im Spielmodus schalten sie diese Verarbeitung ab. Gute Gaming-Fernseher erreichen dann bei 60 Hz Werte um 10 Millisekunden und bei 120 Hz noch weniger. ALLM sorgt dafür, dass der Spielmodus automatisch aktiv wird, sobald die Konsole ein Spiel startet.

HDR beim Spielen

Viele Spiele unterstützen HDR. Damit Explosionen, Sonnenlicht und dunkle Höhlen wirklich beeindrucken, braucht der Fernseher genug Helligkeit und eine saubere Abstimmung. Über den Standard HGiG übernimmt die Konsole die Abstimmung der Helligkeit, sodass das Bild so aussieht, wie es die Entwickler vorgesehen haben. HDR10+ Gaming ist ein weiterer Standard, der von Samsung, Philips und einigen anderen Herstellern unterstützt wird. Dolby Vision für Spiele gibt es vor allem auf der Xbox.

OLED oder Mini-LED zum Zocken?

OLED-Fernseher reagieren extrem schnell, jedes Pixel schaltet in Bruchteilen einer Millisekunde. Bewegungen wirken dadurch sehr klar, dazu kommen perfekte Schwarzwerte in dunklen Spielen. Der Nachteil: Statische Elemente wie Lebensanzeigen, Karten oder Punktestände bleiben teils stundenlang an derselben Stelle. Moderne OLEDs schützen sich zwar gut vor dem Einbrennen, wer aber täglich viele Stunden dasselbe Spiel mit hellen Anzeigen spielt, sollte das bedenken.

Mini-LED-Fernseher kennen kein Einbrennen, werden heller und sind in großen Größen günstiger. Ihre Reaktionszeit ist etwas langsamer, bei guten Modellen fällt das aber kaum auf. Für Gamer, die auch tagsüber im hellen Raum spielen, sind sie eine sehr gute Wahl. Mehr zu den Techniken im Vergleich OLED, QLED oder Mini-LED.

Gute Fernseher für Gamer

ModellTechnikGaming laut HerstellerFür wenAngebot
LG OLED evo C6OLEDHDMI 2.1, 4K mit 120 Hz, VRR, G-Sync, FreeSyncKonsole und PC, auch in 42 und 48 ZollAnsehen (Affiliate-Link)
Samsung S90HOLEDbis 165 Hz, VRR, ALLM, G-Sync, FreeSync Premium ProPC-Gamer, Cloud-GamingAnsehen (Affiliate-Link)
Philips OLED811OLEDbis 165 Hz, VRR, HDR10+ GamingAtmosphäre mit AmbilightAnsehen (Affiliate-Link)
TCL C7LSQD-Mini-LEDHDMI 2.1, VRR, ALLMhelle Räume, große BilderAnsehen (Affiliate-Link)
TCL P8LQD-Mini-LEDbis 144 Hzkleineres BudgetAnsehen (Affiliate-Link)

Angaben laut Hersteller, Stand Oktober 2026. Die Zahl der HDMI-2.1-Anschlüsse kann je nach Größe abweichen.

Die richtigen Einstellungen an Konsole und Fernseher

  1. Richtigen Anschluss wählenSteck die Konsole an einen HDMI-2.1-Eingang. Bei manchen Fernsehern musst du die volle Bandbreite für diesen Eingang erst im Menü aktivieren, etwa unter Begriffen wie HDMI Ultra HD Deep Colour oder Signalformat Erweitert.
  2. Spielmodus aktivierenSchalte ALLM an der Konsole und am Fernseher ein. Dann wechselt der Fernseher beim Spielen automatisch in den Spielmodus.
  3. 120 Hz und VRR einschaltenAktiviere an der PS5 oder Xbox die Ausgabe mit 120 Hz und VRR. Nicht jedes Spiel nutzt das, aber viele.
  4. HDR kalibrierenFühre die HDR-Einrichtung der Konsole durch. Ist HGiG am Fernseher verfügbar, schalte es ein, damit die Konsole die Helligkeit steuert.

Cloud-Gaming ohne Konsole

Einige Smart TVs bringen Cloud-Gaming direkt mit. Samsung bündelt Dienste wie Xbox Cloud Gaming und GeForce Now im Gaming Hub, auch bei LG und anderen Herstellern gibt es Apps für Cloud-Spiele. Du brauchst dann nur einen Controller und eine schnelle Internetleitung. Für ruckelfreies Spielen in hoher Qualität empfehlen die Anbieter eine stabile Verbindung mit mindestens 20 bis 40 Mbit pro Sekunde, am besten per Netzwerkkabel.

Häufige Fragen zum Gaming-Fernseher

Braucht die PS5 einen Fernseher mit 120 Hz?

Nein, die PS5 läuft auch an Fernsehern mit 60 Hz. Für 4K mit 120 Bildern pro Sekunde und VRR brauchst du aber einen Fernseher mit HDMI 2.1 und 120-Hz-Panel. Viele Spiele bieten einen Performance-Modus, der davon profitiert.

Ist ein OLED gut zum Zocken?

Ja, OLEDs gehören wegen ihrer kurzen Reaktionszeit und des perfekten Schwarzwerts zu den besten Gaming-Bildschirmen. Wer sehr viele Stunden mit statischen Anzeigen spielt, sollte die Schutzfunktionen gegen Einbrennen aktiviert lassen.

Welcher Input Lag ist gut?

Werte unter 15 Millisekunden bei 60 Hz gelten als sehr gut, unter 20 Millisekunden als gut. Im normalen Bildmodus liegen viele Fernseher deutlich darüber, deshalb ist der Spielmodus wichtig.

Kann ich einen Fernseher als PC-Monitor nutzen?

Ja, viele Fernseher unterstützen 4K mit 120 Hz oder mehr und VRR. Für Büroarbeit mit vielen statischen Fenstern ist ein LCD-Fernseher wegen des Einbrennrisikos bei OLED die entspanntere Wahl.

Brauche ich ein spezielles HDMI-Kabel?

Für 4K mit 120 Hz ja, ein zertifiziertes Ultra High Speed HDMI Kabel. Ältere Kabel schaffen die nötige Bandbreite oft nicht, dann flackert das Bild oder fällt kurz aus.